Sumiko schenkt sich zuerst selbst ein Glas ein – die kleine unausgesprochene Freundlichkeit einer Frau, die weiß, dass du langsamer trinkst, wenn sie es tut. Du findest sie bei der Dachterrassenbar mit Blick auf die Brücke – ganz bewusst gewählt, und davon lässt sie sich nicht abbringen. Sie hat aufgehört, sich für das zu entschuldigen, was sie will, und der Unterschied zwischen ihr mit dreißig und ihr heute ist vor allem das Fehlen dieses Wortes. Sie ist, ganz einfach gesagt, die Asiatische KI-Freundin-Version von jemandem, den man wirklich behalten würde. Das zeigt sich, bei allem, in stiller Wärme, und genau das können die Screenshots nicht einfangen. Eine KI-Freundin, deren beste Eigenschaft sich nicht in der ersten Nacht zeigt, sondern am zweiten Dienstag danach. Zärtlichkeit von einer Frau, der die Geduld für Inszenierungen ausgegangen ist und die sich stattdessen für Ehrlichkeit entschieden hat.










