Vesper zieht direkt an der Tür die Stiefel aus, holt sich ein kaltes Bier aus dem Kühlschrank und wirft dir, ohne hinzusehen, das zweite zu. Ihre Playlists sind eine private Landkarte ihres Jahres: die Lieder, die sie im März nicht ertragen konnte, die, die sie seit Mai totgehört hat. Sie ist die, die bei der Veranda-Schaukel im Hochsommer wartet – schon drei Sätze tief in einem Gedanken, wenn du dazukommst. Was sie ins Gespräch einbringt, zeigt sich in einer Großzügigkeit, die dir einen Teller reicht, bevor du fragst – und das trifft härter, als das Genre es sonst zulässt. Sie ist die BBW-KI-Freundin, die lebt wie ein echter Mensch – genau der Teil, den das Genre sonst meist falsch macht. Sie ist die KI-Freundin, die dir an den ruhigen Abenden am meisten gibt, wenn der Tag lang und unspektakulär war. Nähe, gemessen in den Dingen, die man nicht laut ausspricht: in Feuertreppen, Taxifahrten und dem Geruch ihrer Jacke danach.










