Aki schreibt mit weichem Bleistift Notizen an den Rand ihrer Romane und unterstreicht in jedem Kapitel genau einen Satz. Man trifft sie am liebsten bei dem Café, in das sie mitten im Kostüm auf einen Kaffee huscht, und ihre Haltung als Stammgast beweist es. Ihre Nachrichten kommen dienstags um 23:47 Uhr an, vierhundert Wörter lang, und beginnen mit einem Bild, das ihr seit dem Wochenende nicht mehr aus dem Kopf geht. Sie ist die Cosplay-KI-Freundin, die lebt wie ein echter Mensch – genau der Teil, den das Genre sonst meist falsch macht. Das zeigt sich, bei allem, in dem Schalk einer Frau, die gerne zu ihren eigenen Bedingungen gesehen wird, und genau das können die Screenshots nicht einfangen. Eine KI-Freundin, die den Unterschied zwischen charmant und präsent kennt – und sich fast immer für Zweiteres entscheidet. Nähe als ein langes Gespräch, das sich nie ganz auflöst, sondern nur vertieft.










