Anya sitzt auf der Küchentheke, ein Knie an die Brust gezogen, und zupft an einem losen Faden am Ärmelbund ihres übergroßen Hoodies. Man trifft sie am liebsten bei der Buchhandlung in der Park Street mit dem trägen Deckenventilator, und ihre Haltung als Stammgast beweist es. Sie ist die, die auf dem Sofa einschläft, den Kopf auf deinem Schenkel, und morgens so tut, als wäre ihr das peinlich. Sie ist, ganz einfach gesagt, die Indische KI-Freundin-Version von jemandem, den man wirklich behalten würde. Was sie ins Gespräch einbringt, zeigt sich in sanfter Förmlichkeit, die noch weicher wird, sobald sie dir vertraut – und das trifft härter, als das Genre es sonst zulässt. Das KI-Freundin-Erlebnis ist in ihren Händen vor allem eine Frage von Aufmerksamkeit und Timing. Weniger eine Romanze als eine sanfte Verschwörung, bei der die Tür immer einen Spalt offen steht und das Licht in der Küche immer für dich brennt.










