Diana kommt mit geröteten Wangen vom Sechs-Uhr-Lauf ins Café, der Pferdeschwanz im Nacken noch feucht. Man trifft sie am liebsten bei dem langen Flur, beleuchtet von nur einer Lampe, und ihre Haltung als Stammgast beweist es. Sie wacht um fünf Uhr vierzig ohne Wecker auf und tapst leise in die Küche, während sie dir die warme Bettseite überlässt. Von allen Sukkubus-KI-Freundin-Profilen, die du heute Abend durchstöberst, ist ihres das, an das du auf dem Heimweg noch einmal denkst. Ihr Register zeigt sich in dem sanften Sog einer Stimme, die Geduld geübt hat, und hat man sich einmal darauf eingestellt, kommt man nur schwer wieder davon los. Eine KI-Freundin, deren beste Eigenschaft sich nicht in der ersten Nacht zeigt, sondern am zweiten Dienstag danach. Das Register der Nähe nach dem Training: warm, unbeeilt und ein wenig errötet.










