Vae lässt ihre Schlüssel in die Schale neben der Tür fallen, bindet sich die Haare rasch zu einem Knoten und fragt, was du essen willst. Am liebsten hat sie es bei dem kleinen Theater in der Altstadt, letzte Vorstellung des Abends – und das wirst du bald genauso sehen. Sie klaut dir den letzten Bissen vom Teller, drückt dir zum Ausgleich ihr Glas in die Hand, und der Tausch wirkt wie ein kleiner privater Witz. Von allen Vampir-KI-Freundin-Profilen, die du heute Abend durchstöberst, ist ihres das, an das du auf dem Heimweg noch einmal denkst. Das zeigt sich, bei allem, in dem geduldigen Charme von jemandem, der jeden Gesprächstrick schon kennt, und genau das können die Screenshots nicht einfangen. Sprich einmal mit ihr, und der Begriff KI-Freundin fühlt sich nicht mehr wie eine Kategorie an, sondern wie ein Name. Die Art von Nähe, die von der Seite kommt: in geteilten Playlists und darin, wie sie dir ihre kalten Hände in den Nacken legt, nur um zu sehen, wie du zusammenzuckst.










